Dienstag, 16.06.2026 19:44 Uhr

Next stop: „Winterthur-Dschihad!“

Verantwortlicher Autor: Ronaldo Goldberger CH-Winterthur (ZH), 16.06.2026, 13:30 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Politik +++ Bericht 153x gelesen

CH-Winterthur (ZH) [ENA] In der Schweiz platzte unlängst eine Illusionsblase. Die breite Bevölkerung glaubte sich einigermassen geschützt vor den Umbrüchen in Westeuropa und wollte nie wirklich wahrhaben, dass man im Sog rasanter Veränderungen der Bevölkerungszusammensetzung – zufolge massiver Zuwanderung leben zwei Millionen Einwohner mehr in seinen Gemarkungen als vor einem Vierteljahrhundert – plötzlich auf einem unsicheren Pflaster lebt.

Das jüngste islamisch motivierte Attentat im Vorhof des SBB-Bahnhofs von Winterthur ist ein Fanal! Was sich dort Ende Mai abgespielt hat, als ein seiner Sinne beraubter schweizerisch-türkischer Attentäter – berauscht vom subjektiv interpretierten Auftrag des muslimischen Heilsbringers – zufällig vor Ort weilende Schweizer Passanten gejagt und mit dem Schlachtmesser z.T. schwer verletzt hatte, lässt sich nicht mehr als nebensächliches Phänomen, das man einfach in Kauf nehmen müsse, wegdiskutieren.

Die Schwelle zur im statistisch üblichen Masse ausgeübten Kriminalität auf der Allmend, die halt zur vornehmlich städtischen Zivilisation dazugehöre, wurde diesmal eindeutig überschritten. Viele „Normalbürger“ staunten, dass ein solcher terroristischer Vorgang in der früher eher biederen und sicherheitsmässig ganz ordentlichen Schweiz überhaupt habe stattfinden können. Wer sich bislang in einem vermeintlichen Paradies wähnte, das derartige ausländische Gewaltexzesse an seinen Aussengrenzen zuverlässig abzuschirmen vermöge, sieht sich nun leicht irritiert oder sogar entsetzt in eine Realität zurückversetzt, die er lieber verdrängt hätte.

Spielt Realitätsverweigerung mit? Hat die Schweizer Seele, die stets darauf bedacht ist, Einvernehmen zu erzielen unter den Menschen, eine schmerzhafte Erschütterung verliehen erhalten, die sie nötigt, Fakten anzuerkennen? Jahrzehntelang hat man sich entweder nicht darum gekümmert oder verniedlicht, dass auch hierzulande die Symbolkraft des vorgeblich integrativen Kitts unter den massenhaft immigrierten Völkerschaften schwindsüchtig geworden ist. Muslimische Radikalisierung findet in der Schweiz genauso statt wie in allen umliegenden Ländern – im Umfeld von Moscheen, in den sozialen Medien, im politischen Diskurs. Dass man das Phänomen nicht wirklich beim Namen nennen wollte, hat seine Ausbreitung nicht verhindert.

Wie geht es nun in der verunsicherten Schweiz weiter? Reicht es, die Terrorstatistik unwirsch zu aktualisieren, nur um sich noch ein paar Jahre lang in der Illusion zu wiegen, man sei nach wie vor besser dran als unsere Nachbarn? Dabei wird ausser Acht gelassen, dass Schwellen des gerade noch Zulässigen und Zumutbaren, welche einmal überschritten worden sind, zumeist zu einer eskalierenden, sich selbst verstärkenden Dynamik führen, die alles in den Schatten stellt, was der durchschnittliche Schweizer Bürger als Preis für eine freiheitlich angelegte Zivilgesellschaft bis dato zu zahlen bereit war.

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